Diabetes und Dankbarkeit – mehr Gemeinsamkeiten als nur der Anfangsbuchstabe?

Diabetes und Dankbarkeit –
mehr Gemeinsamkeiten als nur der Anfangsbuchstabe?

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Was bedeutet eigentlich Dankbarkeit? Ich nehme an, jeder Mensch hat da seine eigene Definition. Hinzu kommen dann noch die persönlichen Erfahrungen, die jeder im Laufe seines Lebens mit Dankbarkeit gemacht hat. Deshalb heute ein paar Anregungen und Ideen für euch zum Thema Dankbarkeit.

Wie viele Facetten hat Dankbarkeit? Und Diabetes?

Wenn ich mich mit einem Begriff näher beschäftige, schlage ich gerne im Duden die verschiedenen Bedeutungen nach. Das weitet die Perspektive, was alles dahinter stehen kann. Hier also für euch eine kleine Auswahl, was Dankbarkeit noch alles sein kann: Dankgefühl, Verbundenheit, Danksagung, Belohnung, Dankempfindung, Anerkennung, Gegenleistung, Dankesschuld, Auszeichnung, Zuwendung, Lob, Erkenntlichkeit.

Diabetes hat ebenfalls viele Facetten. Denken wir doch schon einmal an die verschiedenen Typen – Typ 1, Typ 2, Typ 3, Typ F. Dann gibt es auch je nach Typ unterschiedliche Behandlungsformen. Es gibt Insulin-Pens. Es gibt aber auch Insulin-Pumpen. Und dann gibt es noch eine ganze Reihe verschiedener Insuline mit unterschiedlichen Wirkprofilen. Nicht zu vergessen die vielen verschiedenen Möglichkeiten, die Zuckerwerte zu bestimmen. Wer die Wahl hat, hat die Qual oder auch die Chance, das Beste für sich auszuwählen – auch wenn es leider oft noch mit etwas Fleiß- und Überzeugungsarbeit gegenüber der Krankenkasse verbunden ist.

Wofür sind wir dankbar? Bestimmt nicht für das Leben mit Diabetes, oder?

Eine gute Gelegenheit, sich mal Gedanken darüber zu machen, wofür wir eigentlich dankbar sind, wem wir dankbar sind und wofür wir uns persönlich dankbar sind. Das vergessen wir nämlich leider zu oft.

Wenn ich bei den Basics anfange, habe ich schon mehr als manch anderer Mensch auf diesem Planeten – nämlich ein Dach über dem Kopf, immer etwas zu essen, ein Job, der mich erfüllt, eine Familie und Freunde, die mich so wie ich bin lieb haben, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.

Wenn es um meinen Diabetes geht, bin ich ihm nicht dankbar, dass ich ihn habe. Ein Leben ohne ihn, kann ich mir natürlich sehr gut vorstellen. ABER, wo er jetzt schon mal zu meinem Leben gehört, gibt es einige Dinge für die ich dankbar bin z.B. die Entwicklung des Insulins – mein Lebensretter – die technische Weiterentwicklung der Messgeräte, meine Unterstützer und Unterstützerinnen im Alltag mit Diabetes und die schönen Momente mit meiner Diabetes-Community.

Wie zeigen wir unsere Dankbarkeit? Zeigt mir mein Diabetes auch mal seine Dankbarkeit?

So wie viele Wege nach Rom führen, gibt es auch viele Wege, seine Dankbarkeit zu zeigen – ein Brief, eine Mail, ein Anruf, eine SMS, ein Lächeln, eine Geste, eine Aufmerksamkeit. Zu Weihnachten hat mir mein Patenkind eine wundervolle Karte geschrieben. Sie hat beschrieben wofür sie mir dankbar ist. Ich hatte Tränen in den Augen als ich gelesen habe, was sie bewegt und was sie mir mitteilen will. Ein großes Geschenk für mich. Aber gleichzeitig auch der Gedanke, wann ich denn zum letzten Mal, den Menschen, die mir viel bedeuten, gezeigt habe, wofür ich ihnen dankbar bin.

Mein Diabetes ist mir auch dankbar, wenn ich mich gut um mich und um ihn kümmere. Er zeigt diese Dankbarkeit mit stabilen Werten in einem Bereich, der mir gut tut und mit dem ich mich wohl fühle. Natürlich gibt es auch Situationen und Ausreißer, die ich nicht erklären kann. Ich habe alles nach Plan gemacht und es hat doch nicht geklappt. Das hake ich ab unter „Ich bin ein Mensch und keine Maschine.“

Wofür sind wir uns selbst dankbar?

Das ist eine Frage, die für viele Menschen schwer zu beantworten ist. Das Bild zu diesem Artikel zeigt meine aktuellen Gedanken zu DANKBARKEIT. Es ist eine sehr individuell Definition, doch vielleicht macht es euch Lust, eure Definition auch mal aufzuschreiben.

Ich denke Diabetes und Dankbarkeit haben doch ein paar mehr Gemeinsamkeiten als nur den Anfangsbuchstaben. Ich hoffe, ich kann euch mit meinem Artikel ein paar Denkanstöße geben. Und jetzt gerade in diesem Moment bin ich euch dankbar, dass ihr meinen ihn gelesen habt.

Ina Manthey
Typ-1, Coach und Mediatorin für Menschen mit Diabetes
zufrieden und stark im Alltag mit Diabetes

 

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