#DBW2018: Smarte Insulin-Pens „How can I help you?“

#DBW2018: Smarte Insulin-Pens „How can I help you?“

Inspiriert durch die Artikel von gestern wird es hier heute auch etwas futuristischer. Doch bei allem was wir uns hier „zusammenspinnen“, geht es doch letztendlich für jeden einzelnen um den Wunsch nach Erleichterung im Alltag mit Diabetes.

Danke, Diabetes Blog Woche für diese Inspiration.

Und jetzt stelle ich euch mal meinen smarten Insulin-Pen der Zukunft vor. Da ich bisher noch nie eine Pumpe getragen habe, habe ich einige Ideen, welche lästigen Dinge mir der smarte Insulin-Pen abnehmen kann.

Insulinmanagement

Der Pen überwacht mein komplettes Insulinmanagement. Er weiß darüber Bescheid, was ich wann gespritzt habe. Er kann mir sagen, wie viel aktives Insulin noch wirkt. Er überwacht, welche Menge insgesamt noch verfügbar ist und warnt mich wie die Tankanzeige beim Auto, wenn z.B. nur noch 50 Einheiten abgerufen werden können.

Temperaturkontrolle

Eine zweite Haut hält die Temperatur des Insulins konstant – nicht auf einen exakten Wert. Da wollen wir mal nicht päpstlicher als der Papst sein. Eher so ein Temperaturfenster. Ist es zu kalt, wärmt der Pen automatisch und ist es zu warm wird gekühlt.

Erinnerungsfunktionen + Glucose-Scanner

Im Alltag ist es eine Erleichterung für mich, wenn mein Pen ein wenig für mich mitdenkt und mir freie Kapazitäten im Hirn schafft. Abhängig von der Wirkdauer des Insulins erinnert er mich alle x Stunden mal nach dem rechten zu sehen. Im Fuß des Pens ist natürlich ein Scanner für meinen Glucose-Sensor integriert. Das ich das überhaupt noch erwähnen muß!

Pen-Nadel-Reservoir

In der Kappe des Pens befindet sich ein Reservoir mit neuen Pen-Nadeln. Nach jeder Nutzung des Pens fällt die Nadel automatisch ab und mit dem Aufsetzen der Kappe wird eine neue Nadel aufgesetzt. Natürlich warnt er mich, wenn nur noch 1 Nadel im Reservoir ist.

Kompatibilität

Der Pen ist für alle Insulinsorten nutzbar. Punkt.

Datentransfer

Sämtliche Daten können ausgelesen und in andere Systeme wie Messgeräte oder Apps übertragen werden.

Design

Ich wünsche mir einen möglichst kleinen, einfarbigen und unauffälligen Pen – kann man es „klassisch-unaufgeregt“ nennen?

Sprachfunktion

Für alle genannten Features hat der Pen zusätzlich eine Sprachfunktion. Wenn ich es brauche, kann er also auch mit mir sprechen z.B. sagt er mir, wie viele Einheiten ich eingestellt habe oder wieviel Insulin noch verfügbar ist. Eine Erleichterung bei schummerigen Lichtverhältnissen oder einer Sehschwächen. An manchen Tagen ist vielleicht auch „guten Morgen, kümmere dich heute gut um dich“ und „gute Nacht, das hast du heute super hinbekommen“ eine schöne Idee.

Ist es ein bisschen wie die „Eierlegende Wollmilchsau“? Äh, lasst mich kurz überlegen … Nein! Ich fänd's klasse, denn dieser Pen würde mir meinen Alltag mit Diabetes sehr erleichtern. Während ich schreibe fallen mir immer noch weitere Dinge ein, die er können sollte z.B. Bolusrechner wäre noch schick, Spritzprogramme mit Erinnerungsfunktion für verzögerte Kohlehydrate – also letztendlich ein Gerät, das misst, spritzt, rechnet, mitdenkt, dokumentiert und überwacht. Schauen wir, was uns die Zukunft bringt. Wichtig ist es auf jeden Fall, die Wünsche zu äußern!

Ina Manthey
Typ-1, Coach und Mediatorin für Menschen mit Diabetes
zufrieden und stark im Alltag mit Diabetes 

diabetes-blog-woche

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