#DBW2018: Meine persönliche Diabetes-Inspiration – heute sage ich Danke!

#DBW2018: Meine persönliche Diabetes-Inspiration – heute sage ich Danke!

Ich lasse mich sehr gerne inspirieren. Ich bin kreativ und ständig auf der Suche nach neuem Input. Ich liebe es, Neues auszuprobieren. Doch muss ich auch zugeben, dass ich in Bezug auf meinen Diabetes nicht so inspirationsfreudig war wie in anderen Bereichen meines Lebens. In den letzten Jahren hat sich das aber glücklicherweise verändert, worüber ich heute sehr froh bin.

Heute sage ich deshalb einfach mal rückblickend Danke an alle, die mich auf meinem Weg mit Diabetes bisher begleitet haben, von denen ich gelernt habe, mit denen ich gelacht habe und mit denen ich mich gerieben habe. Insbesondere meiner Familie und meinen FreundInnen, die mich einfach so nehmen wie ich bin.

Ein paar „Inspirations-Highlights“ habe ich dennoch mal rausgekramt für euch.

Meine erste „offline“ Diabetes-Freizeit-Gruppe

Auf der Suche nach anderen Typ-1 DiabetikerInnen habe ich in den 90ziger Jahren eine Anzeige im Hannoveraner Stadtmagazin aufgegeben. „Für Diabetiker geeignet und Diabetikerinnen natürlich auch“ war damals so ungefähr meine Überschrift. Für die damals bestehenden Selbsthilfe-Gruppen war ich definitiv zu jung. Ich war auf der Suche nach Menschen,  mit denen ich etwas unternehmen und mich austauschen kann. Wir hatten nach kurzer Zeit eine kleine Gruppe, die sich regelmäßig zu allen möglichen, kunterbunten  Aktivitäten getroffen hat und es war so schön normal, Diabetes zu haben. Für diese Erfahrung sage ich heute Danke, denn es hat mich immer wieder inspiriert, mich nach einem Umzug neu auf die Suche zu machen.

Einer meiner langjährigen Diabetologe

Es gab einen Augenblick mit einem meiner Diabetologen, der mein Leben verändert hat. Er sprach mich an, ob ich nicht zu der medizinischen Betreuung in der Praxis, mal eine psychologische Unterstützung ausprobieren wollte. Er hätte den Eindruck, dass mir das helfen könnte, mit meinem Alltag mit Diabetes besser umzugehen. Ganz behutsam und ganz vorsichtig hat er es vorgeschlagen. Im ersten Moment war ich etwas erschreckt, eine Film von gesellschaftlichen Normen lief kurz in meinem Hirn ab. Ich habe es trotzdem ausprobiert und es hat mich inspiriert. Heute sage ich Danke, denn es war letztendlich der erste Schritt für meinen Alltag mit Diabetes wie ich ihn heute lebe. Ich wünsche mir, dass keiner die Scheu haben sollte, diese Art von Unterstützung auszuprobieren und dieses Angebot ein „normales“ Zusatzangebot wird.

Meine Blogger-KollegInnen

Über meine Arbeit als Coach bin ich dazu gekommen, einen eigenen Blog zu schreiben. Zunächst noch sehr zurückhaltend und mittlerweile etwas mutiger. Über meinen Blog habe ich andere Blogs und glücklicherweise mittlerweile auch viele Gesichter dahinter persönlich kennengelernt. Das inspiriert mich. Ich finde hier Menschen, die sich mit ihrem Alltag mit Diabetes auseinandersetzen und ihr Erfahrungen teilen. Wenn sich die Gelegenheit für persönliche Treffen bietet, genieße ich den Austausch und den Spaß, den wir haben. Ein gepflegter Zimt-Witz darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Heute sage ich Danke dafür, dass ihr eure Geschichten teilt, anderen Menschen damit Mut macht, sie inspiriert und motiviert. Ich freue mich auf die vielen Stunden, die ich auf den verschiedenen Diabetes-Blog noch lesen und die Zeit, die ich persönlich mit euch verbringen werde.

Ina Manthey
Typ-1, Coach und Mediatorin für Menschen mit Diabetes
zufrieden und stark im Alltag mit Diabetes

diabetes-blog-woche

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