#DBW2018: Mein Alltag mit Diabetes in 10 Jahren – Traum oder Horror?

#DBW2018: Mein Alltag mit Diabetes in 10 Jahren – Traum oder Horror?

Tja, wenn ich hellsehen könnte. Kann ich aber nicht.  Doch ich bin ein optimistischer Mensch. Und ich kann mich mit meinen Wünschen auseinandersetzen, neugierig bleiben, was sich verändert. Ich kann ausprobieren, was gut für mich ist und meine Chancen nutzen.

Wie soll er denn nun aussehen mein Alltag mit Diabetes in 10 Jahren?

Mein Favorit – Ich bin geheilt!

Das wäre natürlich das Ding! Würde ich sofort nehmen. Am besten mit einem Finger-Schnipp ohne Nebenwirkungen, ohne Auf und Ab zwischen Bangen und Hoffen. Sieht aber im Moment nicht so aus, dass dieser Traum wahr wird.

Beste verfügbare medizinische Versorgung – ohne große Hürden!

Zur Zeit empfinde ich es als ziemlich inhomogen, wer was, mit welchem Aufwand genehmigt bekommt. Handschriftliche Tagebücher in digitalen Zeiten – macht das noch Sinn und ist es zeitgemäß, frage ich mich? Ich wünsche mir, dass es in 10 Jahren für jeden Mensch mit Diabetes leicht ist, die beste verfügbare medizinische Versorgung auszuprobieren zu können. So kann jeder entscheiden, ob es einen Mehrwert für den persönlichen Alltag gibt.

Erleichterung im Alltag – technisch und mental!

Wenn die Entwicklung der Technik insgesamt so rasant fortschreitet und die Digitalisierung noch stärkeren Einzug in unseren Alltag nimmt, hoffe ich auf vielfältige Möglichkeiten, das Diabetes-Management noch stärker zu vereinfachen. Idealerweise in der Erfassung, Auswertung und Steuerung der Daten. Wäre es nicht schön, wenn mein Glucose-Scanner auch gleichzeitig erkennen kann, was, und wie viel ich esse und dann automatisch die passende Menge an Insulin abgibt. Unbeschwert essen, ohne zu rechnen und zu hoffe, dass es passt. Zwischendurch mal zu kontrollieren, ob es nach Plan läuft, finde ich akzeptabel. Es würden so doch wieder einige Kapazitäten in meinem Hirn frei.

Irgendwas ist ja immer!

Wenn ich 10 Jahre zurück blicke und die Situation mit „Heute“ vergleiche ist das für mich bereits ein riesiger Schritt in eine gute Richtung. Dabei habe ich zur Zeit noch nicht einmal alle technischen Möglichkeiten völlig ausgeschöpft. Eine Pumpe habe ich nämlich immer noch nicht, aber das ist eine andere Geschichte. Ich bin gespannt auf die kommenden 10 Jahre, hoffe auf einen Traum und bleibe dran!

Ina Manthey
Typ-1, Coach und Mediatorin für Menschen mit Diabetes
zufrieden und stark im Alltag mit Diabetes

diabetes-blog-woche

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