#DBW2018: Abgabe-Tag! Diabetes für Freunde oder Feinde?

#DBW2018: Abgabe-Tag! Diabetes für Freunde oder Feinde?

Die Welt ist ja glücklicherweise nicht nur schwarz oder weiß. Eine spannende Frage also, die sich das Team der Diabetes Blog Woche für heute ausgedacht hat. Wem würde ich denn meinen Diabetes mal einen Tag lang mitgeben? Da ich heute ziemlich lang im Auto unterwegs war, hatte ich viel Zeit, mir darüber ein paar Gedanken zu machen.

Das ist eine Zumutung!

Als erstes schoss es mir in den Kopf, dass ich zwar froh wäre, ihn für einen Tag los zu sein, ihn aber doch keinem anderen Menschen zumuten will. So ein Alltag mit Diabetes ist nämlich schon ganz schön lästig. Ständig gibt es etwas, um das man sich kümmern sollte / müsste / könnte. Will ich damit einen Menschen aus meinem Umfeld belasten?

Verständnis bekommen für das Unterzucker-Feeling!

Doch dann fiel mich eine Situation ein, in der ich gerne mal meinen Diabetes an Freunde und Familie weitergeben würde – ein Mal im Leben eine richtig schöne Hypo (Unterzuckerung) miterleben inklusive vermeintlich schlechter Laune und Gereiztheit aus dem Nichts, Unruhe, Zittern und anschließendem Fressflash. Na, wer will denn mal? Freiwillige vor!

AHA-Momente für Freunde und Feinde!

Ihr merkt ich bin etwas hin- und hergerissen. Wenn es Menschen in meinem Umfeld geben würde, die ich ärgern will, dann ist ein Tag mit meinem Diabetes sicherlich mal ein Anfang. Für meine Freunde würde ich es eher als Chance sehen, mich und meinen Alltag mit Diabetes besser zu verstehen. Gerade in den letzten Jahren habe ich mehr darüber erzählt, was mich herausfordert und was mich unterstützt, aber ich glaube, die eigene Erfahrung hätte unendlich viele AHA-Momente für sie auf Lager. Ich wäre sehr gespannt darauf, was sich dadurch auch in meinem Alltag verändern würde.

Gaudi im Bälle-Bad!

Ich gebe meinen Diabetes einfach mal für einen Tag im Bälle-Bad ab. Da kann er herum toben und sich auspowern. Vielleicht findet er dort auch ein paar neue Spielkameraden und ich kann einen Tag meine Freiheit genießen. Das hört sich nach einem guten Plan an!

Die Verantwortung für uns und unseren Diabetes zu übernehmen, darum kommen wir meiner Meinung nach nicht herum … und Verantwortung übernehmen hört und fühlt sich für mich viel besser an als diszipliniert zu sein. Ich freue mich auf die weiteren Tage der Diabetes Blog Woche!

Ina Manthey
Typ-1, Coach und Mediatorin für Menschen mit Diabetes
zufrieden und stark im Alltag mit Diabetes

diabetes-blog-woche

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