5 Motivationskiller – und wie du ihnen begegnen kannst

5 Motivationskiller – und wie du ihnen begegnen kannst 

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Ich bin so unmotiviert. Hast du dich schon mal gefragt, warum das so ist? Vielleicht hast du noch nicht dein richtiges Motiv gefunden, warum du etwas tust. Hä? Mein Motiv fragst du dich jetzt vielleicht. Die Beweggründe etwas zu tun oder auch nicht zu tun, sind von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich. 

Mich motiviert es meinen Blutzuckerwerte so gut wie möglich im Normbereich zu halten, weil es mich nervt, wie lethargisch und schlapp ich bei hohen Werten werde. Ein Gefühl, das ich vermeiden will. Und wie ich es genieße mit guten Werten, Bäume auszureißen.  Andere haben andere Motive, sie wollen z.B. lange gesund für ihre Kinder da sein, unabhängig sein, oder, oder, oder.

Du merkst vielleicht schon jetzt, dass es sich lohnt, mal über deine Motivation und deine Beweggründe nachzudenken. Für den Einstieg habe ich dir ein paar Motivationskiller zusammengestellt und gebe dir auch ein paar Ideen, wie du ihnen begegnen kannst.

# Überforderung
Hast du das Gefühl, dir wächst dir alles über den Kopf? So viele Baustellen auf einmal, dann mache ich lieber erstmal gar nichts. Gerade wenn die Diagnose noch frisch ist, kommt ziemlich viel Neues auf dich zu. Nicht den Kopf verlieren und vor allem nicht in den Sand stecken. Bleibe dran und sortiere das Chaos in deinem Kopf. Schritt für Schritt mit einem klaren Plan wirst du es schaffen, deine Alltag mit Diabetes zu meistern. Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor. Hole dir Unterstützung z.B. Schulung in deiner Diabetespraxis/Diabetesklinik, Austausch in einer Selbsthilfe-Gruppe oder Gespräche mit einem Coach.

# fehlende Akzeptanz
Du willst dein Leben einfach so weiterleben wie bisher? Das wird leider nicht funktionieren. Je eher du dich bewusst damit auseinandersetzt, wie du mit der neuen Situation umgehen willst und was sich in deinem Alltag verändern wird, damit es dir gut geht, desto besser. Angst ist dabei kein guter Ratgeber und auch kein langfristiger Motivator. Finde positive Argumente, die dich unterstützen und sei offen für die neue Situation, denn so wirst du deinen Weg finden, motiviert und zufrieden im Alltag mit deinem Diabetes zu sein.

# miese Werte
Miese Werte können ziemlich frustrierend sein, vor allem, wenn du sie dir nicht erklären kannst. Das ist dann vielleicht ein Thema für deinen nächsten Termin beim Diadoc. Ich spreche hier von den miesen Werten, die du hast, wenn du unmotiviert bist, zu messen oder zu spritzen und du einfach etwas isst, ohne dass es zusammenpasst.
Denke doch mal über die folgenden Fragen nach: Wie fühlt es sich an, wenn du hohe Werte hast? Bist du lustlos, ist dir alles scheißegal  oder hast du ein schlechtes Gewissen. Wie fühlt es sich an, wenn du Werte im Normalbereich hast? Bist du fitter, aktiver, fühlst du dich wohler und zufriedener? Was sind die Hürden, die dich davon abhalten, dich um deine Gesundheit zu kümmern? In welchen Situationen klappt es gut und wann nicht? Warum also nicht einfach einen Neustart wagen und aktiv werden, Tag für Tag und Schritt für Schritt.

# mutterseelenallein
Du fühlst dich allein mit deiner Situation und wünschst dir Austausch oder einfach nur mal ein paar aufmunternde Worte. Du bist nicht allein, es gibt viele andere Menschen in deiner Situation. Eine große Community findest du im Internet. Schau' doch mal z.B. in einer Facebook-Gruppe oder auf  einem Diabetes-Blog vorbei.

# Prioritäten
Was ist dir wichtig? Diese Frage solltest du dir immer mal wieder stellen. Wir stehen ständig vor kleinen und großen Entscheidungen. Wer steht bei dir an erster Stelle? Frag' dich, was für dich zählt. Die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, hindert dich daran, dein Leben aktiv zu gestalten.

Die Diagnose Diabetes verändert unseren Alltag. Motiviert zu bleiben, sich zu kümmern ist eine große Herausforderung. Deshalb finde ich es so wichtig, herauszufinden, was uns wirklich motiviert und davon mehr in den Alltag einzubauen. 

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anregungen geben. Willst du weiterhin über meine neuem Blogartikel und Aktionen informiert werden, dann trag' dich am besten in meinen Newsletter ein.

Ina Manthey
Typ-1, Coach und Mediatorin für Menschen mit Diabetes
zufrieden und stark im Alltag mit Diabetes

Bildquelle: Diese Abbildung wurde inspiriert durch die bikablo®Publikationen, www.bikablo.com

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2 comments on “5 Motivationskiller – und wie du ihnen begegnen kannst”

  1. Silke

    Ein sehr angenehmer Blog-Artikel, nicht zu lang, nicht zu kurz. Außerdem habe ich mir nie so richtig Gedanken darüber gemacht, dass Menschen mit so einer Diagnose auch eine gewisse Motivation besitzen müssen… Sich um sich zu kümmern und nicht aufzugeben. Du hast das gut zusammengefasst. Danke, Ina!

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