Zoff unterm Weihnachstbaum – 5 Tipps, um herannahende Diabetes-Konflikte zu deeskalieren!

Zoff unterm Weihnachstbaum!

5 Tipps, um herannahende Diabetes-Konflikte zu deeskalieren!

Männchen mit Sprechblasen und Gewitterwolke

Weihnachten, das Fest der Liebe – so die Theorie. In der Praxis kann es dann schon mal anders aussehen. Mein Eindruck ist, dass gerade in dieser Zeit recht hohe Erwartungen an alles und jeden herrschen. Alles soll perfekt und harmonisch sein, das Essen, der Baum, die Geschenke, die Stimmung – da können die Nerven schon mal blank liegen und Dinge, die einen im normalen Alltag schon nerven, eskalieren zu einem handfesten Streit.

 

Vermeintliche Gründe, sich zu streiten, gibt es viele: nicht gemessen, nicht gespritzt, fehlende Rücksicht, verletzende Kommentare, vorwurfsvolle Blicke, konkreteVorwürfe, gut gemeinte Ratschläge. Sicherlich kennt ihr solche oder auch noch andere Situationen, wo die Luft so langsam dick wird.

 

Wie wir miteinander umgehen und reden, hat einen großen Einfluss darauf, ob sich aus einem Gespräch ein Streit entwickelt. Gerade zu Beginn, wenn quasi der Sturm erst aufzieht, haben wir die Chance, durch unsere Verhalten, den Konflikt aufzulösen.

 

 

Hier nun meine 5 Tipps für mehr Ruhe unterm Weihnachtsbaum:

 

Reden hilft – Ist es das, was du meinst?

 

Wenn wir uns in einem Gespräch kritisiert fühlen oder mit dem, was unser Gegenüber sagt, nicht einverstanden sind, ist für mich der erste Schritt zu überprüfen, ob es tatsächlich so gemeint ist, wie es bei mir ankommt.

Ich kann Missverständnisse unkompliziert klären, in dem ich in meinen Worten zusammenfasse, was ich verstanden habe und ganz einfach frage: „Ist es das, was du meinst?“ Ich war schon oft erstaunt über die Antwort, die ich bekommen habe.

 

Wünsche und Erwartungen mitteilen – sich auch mal hinter die Kulissen schauen lassen!

 

Ist es nicht eine hohe Erwartung an unser Gegenüber, genau zu wissen, was wir uns wünschen oder was wir erwarten? Genauso wie es uns schwerfallen wird, herauszufinden, ob mein Gegenüber nun enttäuscht oder traurig ist – Rätselraten, habe ich etwas falsch gemacht oder gab es vielleicht einfach nur Stress beim Einkaufen?

Auch wenn es manchmal etwas Überwindung kostet, spreche ich meine Erwartungen und Wünsche aus. Ich erkläre, was mich stört oder beschäftigt. Das macht es für alle einfacher und meine Reaktionen werden nachvollziehbar.

 

Perspektive wechseln – statt DU-Vorwürfen probier' doch mal die ICH-Aussage

 

Kritisiert zu werden, ist kein angenehmes Gefühl z.B. „Du hast schon wieder nicht deinen Blutzucker vorm Essen gemessen!“ So eine Aussage fühlt sich in der Regel doppelt doof an, denn zum einen fühlt man sich ertappt, hat sowieso schon ein schlechtes Gewissen und wird auch noch kritisiert. Dabei meint es unser Gegenüber wahrscheinlich nur gut mit uns und will uns unterstützen. Die ICH-Aussage könnte folgende sein: „Ich mache mir Sorgen um deine Gesundheit, wenn du nicht mißt, denn du bist mir wichtig.“ Wie fühlt sich das an?

Umgekehrt ist es kann es genauso sein. „Du nervst, wenn du mich ständig fragst, ob ich gemessen habe!“ Auch dieser Satz hat auch ein gewisses Potenzial, in einem handfesten Streit zu enden. Wie wäre es damit? „Ich verstehe deine Sorge, aber ich fühle mich kontrolliert von dir. Ich übernehme selber die Verantwortung für meine Gesundheit.“

Wenn euch gerade wieder ein „Du …“ über die Lippen kommen will, denkt doch mal darüber nach, es in der ICH-Aussage zu formulieren.

 

Verhandeln mit Respekt

 

Wie stellt ihr euch das Weihnachtsfest vor? Wie ist der Ablauf? Wer ist dabei? Wer schmückt den Baum? Was gibt es zu essen? Die eigenen Ideen zu verwirklichen, macht uns zufrieden. Im Idealfall sind alle einer Meinung, aber wann ist das schon so? In der Regel verhandeln wir miteinander.
Die Frage ist nur wie. Je stärker unsere Emotionen mit an Bord sind, desto schwieriger ist es, sachlich zu diskutieren. Im Gespräch herauszufinden, was die eigenen Interessen und die meines Gegenübers sind, hilft Klarheit zu schaffen. Gemeinsame Alternativen zu entwickeln, die für beide Seiten Vorteile bieten, schaffen Lösungen mit denen alle zufrieden sind. Ein respektvoller Umgang hilft, Konflikte zu entschärfen. Also am besten im Vorfeld über die Planung für den Weihnachtsabend sprechen, damit alle ihre Wünsche äußern können, um daraus einen gemeinsamen Plan zu entwickeln.

 

Win-Win ist für alle Beteiligten der beste Weg

 

Kompromissbereit – ist das jetzt gut oder schlecht? In einem Kompromiss werden Zugeständnisse gemacht und die Beteilgten weichen von ihren eigentlichen Interessen ab. Da kann es schon mal sein, dass obwohl sich der Kompromiss im ersten Moment ganz gut anfühlte, irgendwann doch die Unzufriedenheit nagt.

Warum dann nicht lieber gleich eine Kooperation anstreben. Sich eventuell etwas mehr Zeit nehmen und im Dialog die unterschiedlichen Argumente und Interessen ausloten. Der Vorteil ist, dass keiner seine Ziele nicht aus den Augen verlieren muß.

 

Ich freue mich, wenn euch diese Tipps unterstützen, einen starken Eisregen vorbeiziehen zu lassen und stattdessen, auch an Weihnachten die Sonne wieder scheint.

 

Ina Manthey
Typ-1, Coach und Mediatorin für Menschen mit Diabetes
zufrieden und stark im Alltag mit Diabetes

 

P.S Willst du weiterhin über meine neuem Blogartikel und Aktionen informiert werden, dann trag' dich am besten in meinen Newsletter ein.

Bildquelle: Diese Abbildung wurde inspiriert durch die bikablo®Publikationen, www.bikablo.com

Spread the word. Share this post!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>